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Interview mit Borel Moukoko

veröffentlicht am 22.10.2019

„Das war der Moment auf den ich hingearbeitet habe“

Im Gespräch mit ETB-Spieler Borel Moukoko

Von Tobias Podschadly 

Zu Beginn der aktuellen Oberligasaison wechselte aus dem hohen Norden, um genau zu sein vom Niendorfer TSV II aus der Landesliga Hamburg, ein Spieler zum ETB, dessen Nachname dem einen oder anderen Fußballfan im Ruhrgebiet bereits bekannt vorkommen dürfte.  Am Rande des Mannschaftsfototermins fand ich die Gelegenheit ein persönliches Gespräch mit Borel Moukoko zu führen.

Man könnte als unbeteiligter Beobachter meinen, dass sich da beim ETB Schwarz-Weiß etwas tut. Der neu gewählte Vorstand packt ordentlich an. Die Vereinsstruktur ändert sich langsam. Ein Anzeichen für eine stete Verbesserung von innen heraus ist, dass die Geschäftsstelle wieder funktionsfähig und einsatzbereit ist. Genau hier, im Herzen des Stadions am Uhlenkrug, habe ich mich mit Borel getroffen.

Er hat seine eigene Fotokamera mitgebracht, er möchte das Gespräch später auf seinen Social Media Kanälen veröffentlichen. Ich habe nichts dagegen und fungiere als Kameramann. Dann geht´s los.

Er erzählt mir von der Zeit vor dem ETB und seinem Leben im Ruhrgebiet. „Meine Familie und ich kommen aus Kamerun. Als erstes habe ich in Hamburg gespielt. Das war eine schöne Zeit. In Hamburg kann man gut leben. Mein Berater hat mir dann von einem großen Traditionsverein in Essen erzählt. Ich durfte ein Probetraining hier absolvieren und es hat mir sofort gefallen. Mein Berater hat dann alles klar gemacht. Eine gute Entscheidung. Die Fans, der Verein und die Mitspieler, es hat direkt gepasst. Vor allem Karl Weiß (Anm.: Weiß war damals Sportlicher Leiter des ETB, aber mittlerweile 1. Vorsitzender) hat mich von einem Wechsel nach Essen überzeugt.“

Die Stadt gefällt dem 19-Jährigen, obwohl er noch längst nicht alles gesehen hat. „Es ist viel ruhiger hier als in Hamburg. Ich kann mich voll und ganz auf den Fußball konzentrieren. Ich will immer Vollgas geben.“

In den letzten Tagen trainierte die Mannschaft von Trainer Ralf vom Dorp öfter mal auf dem Ascheplatz neben der Tribüne. Bisher ist das Ergebnis daraus durchaus positiv. Der Abwärtstrend des ETB aus vier Niederlagen und der Liga und dem Ausscheiden aus dem Niederrheinpokal konnte gestoppt werden. Seit zwei Spielen punktet die Mannschaft wieder.

Auf Asche zu trainieren ist Borel indes nicht fremd. „In Kamerun habe ich oft mit Freunden auf Asche gespielt. Das hat richtig Spaß gemacht. Mir ist es eigentlich egal, auf welchem Untergrund ich spiele. Die Hauptsache ist, dass ich überhaupt spiele.“

Das Verhältnis zu seinem Bruder  

Dann kommen wir auf seinen Bruder Youssoufa zu sprechen. Dieser spielte zunächst in der U17 von Borussia Dortmund und seit diesem Sommer in der U19 des Vereins. In den bisher absolvierten sieben Spielen in der U19-Bundesliga West konnte er satte 15 Tore erzielen und weitere drei vorbereiten. Vorher spielte auch er in Hamburg, allerdings für den FC St. Pauli. „Natürlich ist mein Bruder das Wunderkind für den ihn alle halten. Auch für mich. Es ist immer wunderbar ihm zuzusehen. Aber egal wie viel Erfolg er hat, für mich ist und bleibt er mein Bruder. Die Familie ist immer das Wichtigste. Er arbeitet unglaublich viel für seine Ziele. Er ist eine richtige Tormaschine. Wirklich unfassbar.“

Der Unterschied in der Aufmerksamkeit zwischen den beiden Brüdern ist durchaus immens. Während Youssoufa angeblich bereits von Joachim Löw beobachtet wird und auch sonst die Fußballwelt verrückt nach dem „Wunderkind“ zu sein scheint, spielt Borel und der Oberliga Niederrhein. Ich frage ihn, ob das zu Hause manchmal ein Problem sei und ob er vielleicht ab und zu ein wenig neidisch auf seinen Bruder ist. „Wie gesagt, wir sind eine Familie und es ist vollkommen egal, was Youssoufa ist oder was Borel nicht ist. Ich gehe meinen eigenen Weg. Ein Problem habe ich mit seinem Erfolg nicht.“

Ab und zu schaue er sich die Spiele seines Bruders an, je nachdem ob es zeitlich für ihn passt. „Und wenn er Zeit hat, kommt er auch zu meinen Spielen. Das freut mich natürlich sehr. Eines Tages würde ich gern mit ihm in einer Mannschaft spielen. Dortmund ist ein großartiger Verein und eine meiner Lieblingsmannschaften in Deutschland.“

Könnte er sich vorstellen satt für Dortmund erst einmal für Rot-Weiss Essen zu spielen? „RWE ist auch ein toller und traditionsreicher Verein. Wir werden sehen, was in Zukunft passiert.“ Ob er dort mit seinem Bruder zusammen spielen könnte, ist allerdings fraglich. 

Sein erster Saisoneinsatz

Am 9. Spieltag bekam Borel erstmalig die Chance sein Können zu zeigen. Vor den Augen seiner Familie. In der 70. Minute wurde der Linksverteidiger gegen TuRU Düsseldorf eingewechselt. Sein Debüt im schwarz-weißen Trikot. „Das war der Moment auf den ich hingearbeitet habe. Ich finde, ich habe meine Sache nicht schlecht gemacht. Schade ist natürlich, dass wir das Spiel verloren haben. Aber derzeit sieht es ja wieder recht gut aus. Wir werden weiter alles geben und zur Not auch auf Asche trainieren. In letzter Zeit hat es öfter geregnet, da ist der Ascheplatz auch nicht so schwer zu bespielen. Ich werde mich im Training weiter anbieten. Aber am Ende entscheidet der Trainer wer spielt. Er macht einen guten Job.“ Der Vertrag zwischen dem ETB und Moukoko endet im Sommer 2020.

Die Ergebnisse der nächsten Spiele werden wegweisend für die weitere Saison sein. In den kommenden zwei Wochen liegen die Heimspiele gegen Baumberg und Kray an. Vor allem das Nachbarschaftsduell gegen Kray verspricht weiteren Zündstoff. Haben die Krayer doch noch Fühlung an die Tabellenspitze. Der ETB erwartet eine vierstellige Zuschauerkulisse. Die Fans können sich auf ein rassiges Derby freuen. 

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Torfestival am Uhlenkrug

veröffentlicht am 20.10.2019

ETB Schwarz-Weiß Essen – Sportfreunde Baumberg 5:2 (3:0)

Die 150 Zuschauer mussten ihr Kommen heute auf gar keinen Fall bereuen, sofern sie nicht Anhänger der Sportfreunde Baumberg waren, denn sie sahen eine äußerst spektakuläre Partie am altehrwürdigen Uhlenkrug. Am Ende hieß es 5:2 (3:0) für den gastgebenden ETB Schwarz-Weiß Essen im Spiel der Oberliga Niederrhein gegen die Sportfreunde Baumberg. Dadurch sammelte die Elf von ETB-Coach Ralf vom Dorp sieben Zähler aus den letzten drei Partien und scheint gut gerüstet zu sein für das Stadtderby gegen den FC Kray am kommenden Sonntag im Uhlenkrugstadion. Durch den neuerlichen Erfolg kletterten die Schwarz-Weißen auf den sechsten Tabellenplatz.

Die Gastgeber legten von Beginn an los wie die Feuerwehr und bereits in der 1. Spielminute durften die ETB-Fans über die 1:0- Führung ihrer Mannschaft jubeln. Nach einer Flanke von Robin Riebling legte ETB-Angreifer Marvin Ellmann den Ball mustergültig auf Sturmpartner Malek Fakhro ab, der aus kurzer Entfernung per Kopf in die Maschen traf. Keine 120 Sekunden später wäre ihm fast das 2:0 gelungen, aber frei vor dem Tor konnte er seine Chance nicht nutzen (3.). Auch in der Folgezeit spielten nur die Essener und folgerichtig hieß es in der 20. Minute bereits 2:0 für die Elf vom Uhlenkrug. Nachdem Baumbergs Keeper Jannik Hinsenkamp einen Fernschuss nur abklatschen lassen konnte, war Ömer Erdogan zur Stelle und erzielte seinen ersten Saisontreffer. Quasi mit dem Pausenpfiff gelang den Schwarz-Weißen sogar noch das 3:0. Nach guter Vorarbeit von Malek Fakhro kam diesmal Marvin Ellmann aus halbrechter Position an den Ball. Sein Flachschuss landete unhaltbar im Netz der Gäste (45.).

Wer nach dem Pausentee gedacht hatte, das Spiel wäre bereits entschieden, wurde schnell eines Besseren belehrt. Keine sechs Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, da hieß es nur noch 3:2 für die Hausherren. In der 49. Spielminute versenkte Baumbergs Louis Klotz einen berechtigten Foulelfmeter im Tor der ETBer und zwei Zeigerumdrehungen später durfte Angreifer Takuma Misumi das zweite Tor für die Gäste bejubeln (51.). 

Den Schwarz-Weißen spielte es danach natürlich in die Karten, dass sich die Sportfreunde durch eine Gelb-Rote Karte für Wiren Bhaskar – nach einem Foulspiel an Robin Wolters – selbst dezimierten (56.). Danach beruhigte sich die Partie etwas, ehe der ETB in der 73. Minuten erneut zuschlug und die Führung auf 4:2 wieder ausbauen konnte. Der eingewechselte Athanasios Tsourakis hatte sich klasse auf der rechten Seite durchgesetzt und nach einem Doppelpass mit Ömer Erdogan bediente er mustergültig Robin Wolters, der dann aus acht Metern vollenden konnte. Den Schlusspunkt setzte dann ETB-Goalgetter Malek Fakhro mit dem Treffer zum 5:2 in der Nachspielzeit, nachdem er uneigennützig von Athanasios Tsourakis bedient wurde (90. +1). Dadurch hat der bullige Stürmer der Schwarz-Weißen mittlerweile bereits sechs Saisontreffer erzielt.

ETB SW Essen: Gröger – Haubus (69. May), Voß, Riebling, Walkenbach – Wolters (85. Richter), Fechner, Erdogan, Mumcu – Fakhro, Ellmann (65. Tsourakis)

Sportfreunde Baumberg: Hinsenkamp, Cikac, Knetsch (66. Okicic), Guirino, Cömert, Daour (75. Dittmann), Klotz, Jöcks, Misumi (68. Bojkovski), Bhaskar, Hömig

Schiedsrichter: Sven Heinrichs

Tore: 1:0 Fakhro (1.), 2:0 Erdogan (20.), 3:0 Ellmann (45.), 3:1 Klotz (49. / Foulelfmeter), 3:2 Misumi (51.), 4:2 Wolters (73.), 5:2 Fakhro (90. +1)

Zuschauer: 150

Gelb-Rote Karten: Bhaskar (56. / wiederholtes Foulspiel)

Rote Karten: -

Besondere Vorkommnisse: -

Foto: Andreas Hofer (Herzlichen Dank für Infos + Fotos!)

(AS)

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Selbstbewusster ETB will weiter punkten

veröffentlicht am 17.10.2019

In den letzten beiden Spielen hat der ETB Schwarz-Weiß Essen in die Spur zurückgefunden und konnte vier Punkte auf seinem Konto verbuchen. Jetzt stehen für die Schwarz-Weißen zwei Heimspiele hintereinander in der Oberliga Niederrhein auf dem Programm, bei denen die Elf von ETB-Coach Ralf vom Dorp weiter Punkte sammeln möchte. Die erste Gelegenheit bietet sich am Sonntag, wenn die Sportfreunde Baumberg ihre Visitenkarte am Uhlenkrug abgeben. Der Anstoß zur Partie erfolgt um 15 Uhr.

Die Baumberger scheinen dem ETB gut zu liegen, denn von den letzten sieben Partien gewannen die Essener fünf Partien und zweimal teilte man sich die Punkte. Ganz besonders torfreudig zeigt sich ETB-Goalgetter Marvin Ellmann gegen die Sportfreunde Baumberg, denn in vier Spielen traf der ETB-Stürmer sieben Mal für seinen Club! In der Tabelle liegen beide Teams nur einen Punkt auseinander, so dass wieder eine enge Partie erwartet werden kann. Trainiert wird der Aufsteiger von Salah El Halimi, der bereits seit 2010 in verschiedenen Positionen bei den Sportfreunden aktiv ist. Seit der Saison 2014/2015 ist der 43-Jährige Cheftrainer bei den stets in blau und weiß spielenden Baumbergern. Ein besonderes Augenmerk muss die ETB-Abwehr auf Gästespieler Robin Hömig legen, denn der 27-jährige Torschützenkönig der letzten Oberligasaison konnte in sieben Spielen bereits wieder fünf Treffer erzielen.

„Mit Baumberg haben wir am Sonntag einen Gegner, der in den letzten Jahren immer in der Spitzengruppe zu finden war. Sie sind spielerisch sehr stark und individuell gut besetzt. Wir dürfen uns gegen sie überhaupt keinen Fehler erlauben, denn sie sind vorne sehr gut und wissen ganz genau, wie man sich bietende Räume ausnutzt. Das Spiel in Bocholt hat uns wieder ein Stück nach vorne gebracht und war besser als gegen SC Velbert. Wir müssen uns aber weiter steigern, wenn wir gegen Baumberg etwas Zählbares am Uhlenkrug dabehalten wollen“, sagt ETB-Trainer Ralf von Dorp zum kommenden Heimspiel.

Verzichten müssen die Schwarz-Weißen weiterhin auf ihren „Capitano“ Sebastian Michalsky, der ebenso wie die ETB-Youngster Mick Nabrotzki und Robin Walter nicht einsatzfähig ist.

(AS)

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Freier Eintritt für ETB-Mitglieder

veröffentlicht am 15.10.2019

Die Fußballabteilung der Schwarz-Weißen hat seit vier Wochen eine komplett neue Führungsmannschaft. Das neue Team möchte den ETB auch wieder für jüngere Menschen interessant machen.

Da passt es sehr gut, dass das am Stadtwaldplatz beheimatete Carlo (Stadtwaldplatz 6, 45134 Essen) alle Mitglieder der ETB-Fußballabteilung zu seiner ersten House-Party einlädt und gegen Vorlage des Mitgliedsausweises freien Eintritt gewährt. Herzlichen Dank dafür!

Der Startschuss zur ersten House Party fällt am kommenden Samstag (19. Oktober) um 21 Uhr!

Treibt es aber nicht zu bunt, denn Sonntag um 15 Uhr müsst Ihr ja spätestens wieder am Uhlenkrug sein… ;-)

(AS)

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ETB erkämpft sich Unentschieden in Bocholt

veröffentlicht am 13.10.2019

1. FC Bocholt - ETB Schwarz-Weiß Essen 1:1 (0:1)

Am heutigen Sonntag musste der ETB Schwarz-Weiß Essen bei seinem alten Widersacher dem 1. FC Bocholt antreten. In dem Meisterschaftsspiel der Oberliga Niederrhein trennte man sich am Ende schiedlich-friedlich mit einem 1:1-Unentschieden am Bocholter Hünting. Für die Elf vom Uhlenkrug war es das erste Unentschieden der laufenden Saison nach bisher fünf Siegen und fünf Niederlagen. Durch den Punktgewinn schob sich das Team von ETB-Coach Ralf vom Dorp auf den achten Tabellenplatz.

Nähe der holländischen Grenze präsentierten sich die Essener passend in orangenen Trikots und legten eine gute Anfangsphase hin. In der 10. Spielminute wurde Ömer Erdogan – der nach langer Verletzungspause heute erstmalig wieder am Ball war – nach einem schönen Alleingang im Bocholter Strafraum von den Beinen geholt, aber der fällige Elfmeterpfiff durch Schiedsrichter Jonah Samuel Njie Besong blieb aus. Nach einer ausgeglichenen Partie in der ersten Halbzeit konnten dann die Gäste acht Minuten vor der Halbzeitpause das 1:0 erzielen. Nach einem langen Abschlag von ETB-Keeper Kai Gröger setzte sich Goalgetter Malek Fakhro klasse gegen seinen Aufpasser Christian Gurny durch und zog in den Sechszehner der Gastgeber. Mit einem fulminanten Schuss aus acht Metern versenkte er dann den Ball im Bocholter Gehäuse (37.).

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer dann einen FC, der wie ausgewechselt aus der Kabine zurückgekommen war und sofort das Heft in die Hand nahm. In der 50. Minute hatten die Anhänger der Hausherren bereits den Torschrei auf den Lippen, aber ein guter Kopfball vom eingewechselten Stürmer Andre Bugla aus sieben Metern, flog vom rechten Innenpfosten ins Feld zurück. Der nicht unverdiente Treffer zum 1:1-Ausgleich fiel dann aber sechs Zeigerumdrehungen später. Die Bocholter hatten einen Freistoß an der Strafraumgrenze erhalten und Timur Karagülmez tunnelte die hochspringende Essener Mauer mit einem unhaltbaren Flachschuss in die rechte Ecke (56.). In der 68. Spielminute meldete sich dann auch mal wieder der ETB mit einer Torchance im Spiel zurück. Ömer Erdogan hatte aus achtzehn Metern abgezogen, aber seinen Schuss in die rechte Torecke konnte FC-Keeper Tobiasz Weinzettel mit einer guten Parade entschärfen. Zwei Minuten danach war auch ETB-Schlussmann Kai Gröger gefordert, als er einen gefährlichen Flachschuss von Lars Bleker aus zwanzig Metern mit den Fingerspitzen noch um den linken Pfosten drehte (70.). Am Ende pfiff Schiedsrichter Jonah Samuel Njie Besong die Partie dann überpünktlich ab.

Trainerstimmen:

Manuel Jara (1. FC Bocholt): „Wir hatten heute eigentlich einen anderen Plan, der dann mit dem einfachen langen Ball zum 0:1 durchkreuzt wurde. Diesen Zweikampf darf man dann einfach nicht verlieren. Zumindest hätte jemand absichern müssen, aber da hat vielleicht nach dem schweren Mittwochspiel auch etwas die Laufbereitschaft gefehlt. Wir hätten uns nach dem Ausgleich in der Zeit danach selber noch belohnen können. So gibt es am Ende ein lachendes und ein weinendes Auge. Es war keine überragende, aber eine sehr gute Woche für uns. Wir sollten einfach auch zufrieden damit sein.“

Ralf vom Dorp (ETB SW Essen): „Wir sind gut in die Partie reingekommen. Wir hatten eine gute Anfangsphase und aus meiner Sicht ist uns in der zehnten Minute ein klarer Elfmeter nicht gegeben worden. Danach kam Bocholt besser ins Spiel und es war ziemlich verteilt. Aus einer guten Situation für Bocholt haben wir dann einen Konter gefahren, bei dem sich Malek Fakhro gut im Spiel eins gegen eins durchgesetzt hat. Er ist dann in den Strafraum gezogen und hat volley verwandelt. Das hat er wirklich klasse gemacht. Ich denke, wir sind verdient mit der Führung in die Pause gegangen. Direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Bocholt eine richtig gute Phase und es hätte dort schon 1:1 stehen können. Wir sind mehrmals überspielt worden und allein Andre Bugla hatte drei gute Chancen in zehn Minuten. Der FC ist danach drangeblieben, aber wir hatten auch noch Möglichkeiten. Letztendlich können wir mit dem 1:1 leben, wobei wir uns im Hinterkopf etwas mehr ausgerechnet hatten, nachdem Bocholt im Pokal 120 Minuten gegen den WSV gehen musste.“

1. FC Bocholt: Weinzettel – Beckert, Corovic, Winking, Güll – Abel (76. Möllmann), Neustädter, Gurny (46. Bleker), Mouadden (70. Buijl) – Karagülmez, Talarski (46. Bugla)

ETB SW Essen: Gröger – Haubus (82. May), Voß, Riebling, Sahin (71. Walkenbach) – Wolters, Fechner, Erdogan, Tsourakis (68. Kray) – Fakhro, Ellmann (88. Mumcu)

Schiedsrichter: Samuel Njie Besong Jonah

Tore: 0:1 Fakhro (37.), 1:1 Karagülmez (56.)

Zuschauer: 247

Gelb-Rote Karten: -

Rote Karten: -

Besondere Vorkommnisse: -

(AS)

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Die Schwarz-Weißen treffen auf ihren alten Rivalen

veröffentlicht am 10.10.2019

Am kommenden Sonntag muss der ETB Schwarz-Weiß Essen in der Oberliga Niederrhein zum immergrünen Prestigeduell beim alten Rivalen 1. FC Bocholt antreten. Die Mannschaft von ETB-Trainer Ralf vom Dorp tritt mit gestärktem Selbstvertrauen die Reise an den Niederrhein an, nachdem man am letzten Wochenende den SC Velbert verdient mit 2:0 am Uhlenkrug besiegen konnte. Der Anstoß in der Gigaset-Arena (Am Hünting 19, 46399 Bocholt) erfolgt um 15 Uhr.

Der ETB und Bocholt sind die Dinosaurier der Oberliga und haben so manch engen Fight im Laufe der letzten Jahrzehnte miteinander ausgetragen. In der ewigen Tabelle der Oberliga Nordrhein liegen die Schwarz-Weißen auf dem ersten Platz und der Gastgeber vom Niederrhein ist dort die Nummer Zwei. Der FC wurde vor der Saison als Aufstiegsfavorit zusammen mit dem SV Straelen und der SSVg Velbert gehandelt. Zurzeit findet sich das Team vom Bocholter Hünting auf dem sechsten Platz in der Tabelle wieder und hat bereits einen Rückstand von elf Zählern auf die Mannschaft aus der Blumenstadt Straelen. Nach einem mäßigen Saisonstart konnte man zuletzt aber drei Siege in Folge feiern und unterhalb der Woche kegelte man den Regionalligisten Wuppertaler SV aus dem Niederrheinpokal. Trainiert wird der FC von Manuel Jara. Der 48-Jährige ist bereits seit der Saison 2013/14 Chef an der Seitenlinie der Bocholter. 

Ein Wiedersehen gibt es am Sonntag für den ETB mit Keeper Andre Bley und Maximilian Güll. Während Andre Bley erst im Sommer vom Uhlenkrug zum 1. FC Bocholt wechselte, bestreitet Defensivspieler Maximilian Güll bereits in seine zweite Saison am Hünting.

ETB-Coach Ralf vom Dorp zur bevorstehenden Auswärtspartie: „Der 1. FC Bocholt hat fußballerisch eine höhere Qualität als SC Velbert. Aber wir haben letzten Sonntag den ersten Schritt gemacht und können auf diesen Sieg aufbauen. Es war eine kämpferisch starke Leistung, mit ein paar guten spielerischen Szenen. In Bocholt müssen wir aber unsere Fehlerquote minimieren. Wir wollen natürlich am Sonntag etwas Zählbares mit nach Essen bringen, das ist gar keine Frage. Wir sind nach dem Sieg gegen Velbert guter Dinge und haben auch gut trainiert. Natürlich ruht sich meine Mannschaft auf dem Sieg nicht aus, sondern gibt weiterhin alles im Training.“

Im Schwarz-Weißen Lazarett befinden sich weiterhin „Capitano“ Sebastian Michalsky, Ömer Erdogan und Danny Walkenbach.

(AS)

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Der ETB trauert um Frank Radzicki

veröffentlicht am 07.10.2019

Der ETB Schwarz-Weiß Essen ist in Trauer. In tiefer Betroffenheit haben wir vom Tode unseres Mitglieds Frank Radzicki erfahren.

Am Samstag verstarb Frank Radzicki nach schwerer Krankheit im Alter von nur 55 Jahren. Er war den Schwarz-Weißen sehr verbunden und engagierte sich seit Jahren als ehrenamtlicher Helfer am Uhlenkrug. Wir haben Franks freundliche und ruhige Art immer sehr geschätzt und konnten uns jederzeit auf ihn verlassen. Die gesamte ETB-Fußballabteilung wird sein Andenken stets in Ehren halten.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner gesamten Familie und seinen Freunden. Wir wünschen ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit.

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Der ETB findet zurück in die Spur

veröffentlicht am 06.10.2019

ETB Schwarz-Weiß Essen – SC Velbert 2:0 (0:0)

Der Essener Oberligist ETB Schwarz-Weiß hat seine Niederlagenserie heute beendet und am heimischen Uhlenkrug den SC Velbert verdient mit 2:0 (0:0) geschlagen. Durch diesen Heimsieg konnte die Elf von ETB-Coach Ralf vom Dorp auf den neunten Tabellenplatz der Oberliga Niederrhein klettern und den Abstand zum ersten Abstiegsplatz, mit weiterhin fünf Punkten, wahren.

Nur 130 Zuschauer hatten sich bei ungemütlichem nasskaltem Herbstwetter im Uhlenkrugstadion eingefunden und sahen einen Gastgeber, der direkt stark in die Partie startete. Bereits in der 4. Minute ergab sich eine gute Chance für Goalgetter Marvin Ellmann, der mit seinem Direktschuss aus fünfzehn Metern aber genau auf SC-Keeper Peter Garweg zielte. Sechs Minuten später hatte der wiedergenesene ETB-Mittelfeldspieler Athanasios Tsourakis eine weitere Tormöglichkeit, als er auf der linken Seite in den Gästestrafraum zog, aber sein Schuss aus elf Metern flog dann rechts am Tor vorbei (10.). Praktisch im Gegenzug musste dann Essens Torhüter Kai Gröger sein ganzes Können aufbieten, um einen Kopfball von Ibrahim Bayraktar aus sechs Metern noch um den rechten Pfosten zu drehen (11.). Bis zum Halbzeitpfiff verflachte dann etwas die Partie und es boten sich lediglich ETB-Stürmer Malek Fakhro noch zwei Torchancen. In der 24. Spielminute konnte er einen Kopfball aus acht Metern aufs verwaiste Tor nicht mehr richtig drücken und kurz vor dem Pausentee scheiterte er im Anschluss an einen Eckball aus kurzer Entfernung am starken Torsteher Peter Garweg (42.).

Nach dem Seitenwechsel merkte man den Schwarz-Weißen an, dass sie unbedingt dieses richtungsweisende Spiel gewinnen wollten. Nach guten Möglichkeiten durch Paul Voß (57.) und Marvin Ellmann kurz vor dem Führungstor, die beide in Garweg ihren Meister fanden, mussten die ETB-Fans bis zur 79. Minute warten, ehe endlich das erlösende 1:0 für die Uhlenkrugelf fiel. Nach einem Gewühl im Strafraum gelang der Ball zum Essener Kapitän Robin Fechner, der den Ball aus spitzem Winkel und fast von der Torauslinie noch ins Tor der Gäste befördern konnte. Gerade einmal fünfzig Sekunden später zappelte das runde Leder erneut im Tornetz der Velberter. ETB-Torjäger Marvin Ellmann beendete seine Durststrecke und hämmerte das Spielgerät - durch einen fulminanten Schuss von der Strafraumkante in die rechte Ecke – mit Ass und König zur 2:0-Vorentscheidung in die Maschen (80.). Danach ließen die Hausherren hinten nichts mehr zu und konnten somit ihren dritten Heimsieg der Saison feiern.

Trainerstimmen:

Patrick Knieps (SC Velbert): „Es war ein kampfbetontes Spiel, in dem wir unsere guten Konterchancen nicht ausgenutzt haben. Aus einer glücklichen Situation für den ETB haben wir das erste Gegentor kassiert. Danach waren dann die Köpfe unten, was ich auch nachvollziehen kann. Wir haben es dann nicht mehr geschafft vorne den Druck hochzuhalten. Wir haben 75 Minuten lang richtig gut gespielt und ich kann mit der Defensivleistung der Jungs absolut zufrieden sein.“

Ralf vom Dorp (ETB SW Essen): „Die Partie war sehr kampfbetont und war auf beiden Seiten fehlerbehaftet. Es gab einige Ballverluste durch individuelle Fehler von uns in der ersten Halbzeit, die zu Gegenstößen geführt haben, die der SC Velbert dann „Gott sei Dank“ nicht ausgenutzt hat. Wir hatten aber im ersten Durchgang auch gute Torchancen durch Marvin Ellmann und zweimal Malek Fakhro. Wir wussten, dass es ein schweres Spiel werden würde. Velbert war wirklich gut drin und hochmotiviert, was mir aber im Vorfeld schon klar war. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht den Druck höher zu halten und mehr Tempo ins Spiel zu bringen. Beim 1:0 ist Robin Fechner der Ball zum Glück noch mal vor die Füße gefallen. Am Ende des Tages haben wir das Spiel verdient gewonnen, weil wir mehr Torchancen hatten.“

ETB SW Essen: Gröger – Haubus, Voß, Riebling, Sahin – Kray (75. Mumcu), Fechner, Tsourakis (90. Bel-Mustapha), Wolters – Fakhro (86. May), Ellmann

SC Velbert: Garweg – Langen, Fritsch (83. Garidis), Rec – Michels – Blume, Bayraktar, Schulz, Lange (39. Chu) – Lewicki (78. Deniz), Tekadiomona

Schiedsrichter: Florian Heien

Tore: 1:0 Fechner (79.), 2:0 Ellmann (80.)

Zuschauer: 130

Gelb-Rote Karten: -

Rote Karten: -

Besondere Vorkommnisse: -

Foto: Manuela Riebling (Herzlichen Dank!)

(AS)

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Richtungsweisendes ETB-Heimspiel am Sonntag

veröffentlicht am 04.10.2019

Dem ETB Schwarz-Weiß steht eine wegweisende Partie bevor. Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge muss der DFB-Pokalsieger von 1959 unbedingt sein Heimspiel gegen den SC Velbert am Sonntag gewinnen, um den Abstand auf die untere Tabellenregion wieder zu vergrößern. Zurzeit beträgt der Vorsprung der Essener auf den ersten Abstiegsplatz in der Oberliga Niederrhein fünf Punkte, den die Gäste durch einen Auswärtssieg aber bis auf zwei Zähler reduzieren würden. Für ETB-Coach Ralf vom Dorp ist es ein ganz besonderes Spiel, denn von Januar 2007 bis zum Ende der letzten Saison war er der Hauptverantwortliche an der Seitenlinie der Velberter. Der Anpfiff am Uhlenkrug erfolgt um 15 Uhr.

Der Sportclub Velbert kam dem Aufstieg in die Oberliga Niederrhein in den letzten Jahren schon ein paar Mal sehr nahe, ehe es im Sommer 2018 dann für die Mannschaft aus der Nachbarstadt endlich geklappt hat. In der ersten Saison gelang dem Aufsteiger ein beachtlicher elfter Platz. Momentan liegt der SC aber auf einem Abstiegsrang (16.). Trainiert werden die Gäste der Essener vom 30-jährigen Patrick Knieps, der zuvor den Landesligisten SC Obersprockhövel bis Mitte März gecoacht hatte. Die Essener Anhänger dürfen sich auch auf ein Wiedersehen mit Ex-ETB-Spieler Pier Schulz freuen. Der mittlerweile 30-jährige Mittelfeldspieler spielte von 2008 bis Dezember 2012 viereinhalb Jahre für die Schwarz-Weißen und bestritt in dieser Zeit 135 Meisterschaftsspiele für das Team vom Uhlenkrug, ehe er über Ratingen 04/19 den Weg zum SC Velbert fand, für die er seit der Saison 2014/2015 die Fußballschuhe schnürt.

ETB-Trainer Ralf vom Dorp zur kommenden Aufgabe: „Wir wollen am Sonntag den Abstand zu den unteren Plätzen wieder vergrößern. Unser Ziel ist es natürlich, unser Heimspiel gegen den SC Velbert zu gewinnen, der auch um den Klassenerhalt spielt und ein direkter Konkurrent ist. Die Partie steht und fällt aber damit, dass wir unsere Tormöglichkeiten besser nutzen und die individuellen Fehler abstellen. Beide Mannschaften haben momentan keinen guten Lauf und befinden sich in einer ähnlichen Situation. Wir werden alles dafür tun, dass wir am Sonntag den Turnaround schaffen“.

Die Schwarz-Weißen müssen weiterhin auf die Langzeitverletzten Sebastian Michalsky, Ömer Erdogan und Danny Walkenbach verzichten. Der Einsatz von Keeper Kai Gröger, Athanasios Tsourakis und Ferhat Mumcu ist fraglich und wird sich erst am Spieltag entscheiden. Dafür stehen Ralf vom Dorp die ETB-Youngster Karlo Malioukas, Mick Nabrotzki und Tristan Richter wieder zur Verfügung, die beim Spiel in Düsseldorf wegen Krankheit kurzfristig passen mussten.

(AS)

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Audi Zentrum Essen verlängert Sponsoring beim ETB

veröffentlicht am 01.10.2019

Das Audi Zentrum Essen unterstützt auch diese Saison den ETB Schwarz-Weiß Essen und möchte damit ein Bekenntnis zum Essener Amateurfußball abgeben und zusätzlich auch gegenüber dem neuen ETB-Vorstand, der heute in Person von Markus Röder (2. Vorsitzender) das Audi Zentrum Essen besuchte, sein Vertrauen ausdrücken. Centerleiter Thomas Kipper und Audi Neuwagen-Spezialist Andreas Hofer besiegelten die Zusammenarbeit per Handschlag vor dem neuen Audi e-tron, welcher passend in Schwarz und Weiß lackiert ist.

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