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Interview mit „ETB-Capitano“ Sebastian Michalsky

veröffentlicht am 13.01.2021
Dr. Sebastian Michalsky wechselte im Januar 2014 von Sportfreunde Baumberg an den Essener Uhlenkrug und ist seitdem eine feste Größe in der Mannschaft der Schwarz-Weißen, für die er bisher mehr als 150 Meisterschaftsspiele bestritt. Der mittlerweile 37-jährige Defensivspezialist studierte Wirtschaftswissenschaften und promovierte im November 2019 an der Universität Bremen zum Thema "Projekt- und Investitionsentscheidungen zu Green Controlling in öffentlichen Unternehmen mit dezentralen Organisationsstrukturen". Das Interview führte Axel Schulten.
ETB: Hallo Sebastian, bist Du mit Deiner Familie bisher gut durch die Corona-Pandemie gekommen?
Sebastian Michalsky: Danke der Nachfrage. Gott Dank sind alle gesund und ich hoffe, dass es auch so bleibt.
ETB: Seit dem 1:0-Sieg gegen den FC Kray Ende Oktober ruht der Trainings- und Spielbetrieb für Euch. Wie hältst Du Dich fit?
Sebastian Michalsky: Ich mache verschiedene Dinge um alle Muskelgruppen anzusprechen. Laufen, Krafttraining, Fahrradfahren und ich gehe natürlich auch auf Bolzplätze um Fußball zu spielen.
ETB: Kannst Du die zusätzliche Freizeit gut nutzen?
Sebastian Michalsky: Ja, ich verbringe viel Zeit mit der Familie, daher kann ich jede Minute sehr gut nutzen. Allerdings muss ich sagen, dass ich den Fußball sehr vermisse und hoffe, dass es bald wieder weitergeht.
ETB: Wir haben jetzt Mitte Januar. Wann glaubst Du, dürft Ihr wieder auf dem Platz trainieren und spielen?
Sebastian Michalsky: Ich glaube jede Prognose ist aktuell unseriös. Wir müssen noch etwas Geduld haben, um die schwächsten in unsere Gesellschaft zu schützen, was auch gut ist. Hier muss der Fußball sich unterordnen.
ETB: In der Oberliga Niederrhein stehen für den ETB eigentlich 44 Spieltage an. Eine komplette Saison wird wohl nicht mehr möglich sein. Welche anderen Regelungen kannst Du Dir vorstellen?
Sebastian Michalsky: Ich glaube die fairste Lösung wäre eine Hinrunde zu Ende zu spielen mit gleicher Spielanzahl für alle, das heißt, ohne Quotientenregel zu arbeiten. Einen Abbruch würde ich auch nicht präferieren.
ETB: In den letzten beiden Partien vor der Zwangspause war Eure Mannschaft ja richtig gut drauf. Was erwartest Du von Deinem Team, wenn es wieder weitergeht?
Sebastian Michalsky: Vor der Pause waren wir mit den beiden letzten Siegen sehr gut unterwegs. Wir müssen sofort wieder da sein, denn egal mit welcher Regelung die Saison endet, wir werden keine 44 Spiele machen und die Tabelle täuscht aktuell. Wir sind da nicht weit weg von den unteren Plätzen. Wir sollten schauen, dass wir uns dann zügig davon entfernen, denn Qualität ist genug in der Truppe vorhanden.
ETB: Du bist bei den ETB-Anhängern sehr beliebt und wurdest 2017 zum ETB-Spieler des Jahres gewählt. Welche Bedeutung hat diese Auszeichnung für Dich?
Sebastian Michalsky: Natürlich gehen immer die Mannschaftsergebnisse vor individuellen Auszeichnungen. Allerdings macht mich das sehr stolz, da es eine Auszeichnung der Zuschauer ist. Die Plakette mit den ETB-Spielern des Jahres am Stadioneingang, wo mein Name auch zu finden ist, ist zudem immer das Erste, was mein Vater seinem Enkel (meinem Sohn) bei den zahlreichen Besuchen am Uhlenkrug zeigt. Ich bin stolz, Teil der ETB-Geschichte zu sein.
ETB: Du bist jetzt 37 Jahre jung und ein Ende Deiner Karriere ist langsam abzusehen. Wäre es nicht sehr ärgerlich, wenn Du Dein letztes Spieljahr mit so einer „merkwürdigen“ Saison beenden müsstest? Kannst Du Dir vorstellen noch ein Jahr dranzuhängen?
Sebastian Michalsky: Der Plan war, am Ende der Saison aufzuhören. Die Spielzeit hat sehr gut für mich begonnen, ich fühle mich nach der langen Verletzung topfit und weiß nun im Alter immer mehr, wo das Tor steht (lacht). Die Tür ist nicht ganz zu. Schauen wir mal, wie gut ich in die Spiele nach der Pause komme und wie der Verein sich aufstellen möchte. Zudem hat meine Familie hier das letzte Wort.
ETB: Welche Hoffnungen und Wünsche hast Du privat und sportlich für das Jahr 2021?
Sebastian Michalsky: Ganz klar, Gesundheit für meine und die ETB-Familie, sowie viele schnelle Punkte um Planungssicherheit für die kommende Saison zu haben.
ETB: Wir danken Dir ganz herzlich für dieses Interview, Sebastian. Der ETB wünscht Dir und Deiner Familie nur das Allerbeste für 2021 und wir freuen uns schon sehr auf das Wiedersehen am altehrwürdigen Uhlenkrug!
(AS)
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Alles Gute für 2021!

veröffentlicht am 01.01.2021

Auf ein frohes und glückliches neues Jahr, möge es alles bringen, was Ihr Euch wünscht!

Der ETB Schwarz-Weiß Essen Abt. Fußball e.V. wünscht allen Mitgliedern, Anhängern, Freunden, Sponsoren, Helfern und Kritikern ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2021!

(AS)

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Heute vor 61 Jahren gewann unser ETB den DFB-Pokal

veröffentlicht am 27.12.2020

Der größte Triumph des ETB Schwarz-Weiß Essen ist heute genau 61 Jahre her. Am 27.12.1959 wurde unser ETB in Kassel DFB-Pokalsieger durch einen 5:2-Sieg im Endspiel gegen Borussia Neunkirchen. Die unten stehende Geschichte zum Spiel haben wir der ETB-Chronik entnommen. Die sehr zu empfehlende und äußerst umfangreiche Chronik wurde in jahrelanger Arbeit von unseren Mitgliedern Gerd Krausenbaum und Heinrich Odenwald erstellt. Sie ist 644 Seiten stark und kann hier kostenlos gelesen und auch heruntergeladen werden: http://www.uhltras.de/chronik/schwarz_und_weiss_achte_auflage.pdf

Es ist der Morgen des 27. Dezember 1959. Ein Sonntag. Einer jener eisig-kalten Dezembertage, wie man sie kennt. Es ist drei Tage nach Weihnachten. Der Zugführer packt gerade seine Thermosflasche ein und verlässt seinen Dienstraum, um auf dem Bahngelände des Essener Hauptbahnhofs nach dem rechten zu sehen. Auf dem Nebengleis steht an diesem Morgen ein Sonderzug der Deutschen Bundesbahn. Rege Betriebsamkeit ist drum herum zu erkennen. Aus einem Fenster dieses Zuges flattert eine Fahne in den Schwarz-Weißen Farben. Menschen drängen in den Zug, der sich langsam füllt. Andere Anhänger, wie der Mitautor Heinrich Odenwald, fahren mit mehreren Bussen nach Kassel. Um 9 Uhr ist der „Samba-Zug“ mit viertausend Menschen rappelvoll. Im Zug sind an diesem kalten Dezembertag auch zwei spätere Fanclub-Mitglieder, Hermann Schiffmann und der im Jahre 2002 leider verstorbene „Bernie“ Höffgen. Um 9 Uhr 10 erschallt die Pfeife des Zugführers und der Zug setzt sich in Bewegung in Richtung Kassel, jenem Ort, an dem an diesem 27. Dezember 1959 der ETB Schwarz-Weiß Essen, ein Underdog aus dem Revier, Pokalgeschichte schreiben wird.

(…) Kommen wir nun zum 27. Dezember 1959 zurück. Inzwischen ist es Vormittag und der Sonderzug fährt in den Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe ein. Die Anhänger strömen aus dem Sonderzug. In der Nähe des Bahnhofs, auf der Wilhelmshöhe ist eine große Baustelle. Hoch auf dem Baukran weht eine Schwarz-Weiße Fahne. Hinterher stellt sich heraus, dass die Essener Baufirma Krupp-Bau dort gerade tätig war. Ein Teil der Fußball-Anhänger geht in Richtung Innenstadt, um sich in Kneipen und Cafes niederzulassen, ein anderer Teil macht sich schon über die Frankfurter Strasse auf den Weg ins Aue-Stadion. Aber nicht nur mit der Bahn fuhren die Anhänger nach Kassel. Einige hatten in Essen einen großen Auto-Konvoi gebildet und machten sich im Konvoi auf den Weg. Hupend die Dortmunder Stadtgrenze erreichend, wurde der Konvoi von der Polizei angehalten und verwarnt. Aber auch der Auto-Konvoi hatte wohlbehalten Kassel erreicht. Inzwischen trifft Essens Prominenz aus Sport und Politik langsam auf der Tribüne des Kasseler Aue-Stadions ein. Die Stehgerade auf der gegenüberliegenden Seite ist schon voll mit ETB-Anhängern. Gehen wir nach Essen zurück. Die Vereinsgaststätte „Uhlenkrug“ in Essen, gegenüber dem Uhlenkrug-Stadion (jetzt Sitz der Firma Spitthöver) hat Vereinswirt Heinrich Geitz erst vor ein paar Wochen übernommen. Die Theke ist voll und so langsam füllt sich der Schankraum. Ein Fernsehgerät ist auch schon vorhanden, aber das Pokal-Endspiel wird nur im Radio übertragen, und das auch nur als Einblendungen. Das Spiel fängt schon um 13.45 Uhr an, weil es im Kasseler Aue-Stadion keine Flutlichtanlage gibt, man eine Verlängerung mit einkalkulieren muss und es im Dezember schon früh dunkel wird. Deshalb werden ab 15 Uhr in der WDR-Sendung „Sport und Musik“ neben dem parallel laufenden Oberliga-West-Spieltag Einblendungen aus Kassel über den Rest der zweiten Hälfte gebracht. Am Abend kam vom Hessischen Rundfunk im Fernsehen (es gab damals nur das erste Programm) eine kurze Zusammenfassung des Spiels. Aber man hat eine Telefonverbindung zum „Uhlenkrug“ organisiert, worüber die Zwischenstände mitgeteilt werden. Der Schankraum ist erfüllt mit Stimmengewirr. Heftige Diskussionen über Taktik, Aufstellungen und Chancen beider Mannschaften sind entbrannt. Der Spielbeginn nähert sich. Knisternde Spannung. Der Schiedsrichter schaut auf seine Uhr und pfeift das Spiel um 13.45 Uhr an. 

Während der ETB mit dem HSV und Hertha BSC wirklich starke Mannschaften bis zum Finale aus dem Weg räumen musste (man sprach von vorweg genommenen Endspielen) hatte der Final-Gegner Neunkirchen die vermeintlich schwächeren Gegner. Zu Beginn der Begegnung gibt  es noch einen offenen Schlagabtausch auf beiden Seiten. Beide Teams versuchen möglichst schnell ein Tor vorzulegen. Besonders der ETB kommt mit der Ziehharmonika-Taktik der Neunkirchener (alle vor und alle zurück) zuerst nicht zu recht. Doch die Essener Deckung wird von Routinier Kasperski geschickt geführt und wird von Minute zu Minute sicherer. Das 1:0 erzielt der ETB. Dem noch blutjungen Torjäger Manni Rummel gelingt dieses Tor in der 25.Minute. Danach setzt sich der ETB mit zunehmender Spieldauer durch seinen besseren Spielaufbau und seine bessere Technik immer mehr durch. Mit 1:0 geht man auch in die Halbzeit. Kurz nach der Pause, in der 51. Minute, ist wiederum Manni Rummel zur Stelle und trifft zur 2:0-Führung für den ETB. Durch diese 2:0-Führung wird der ETB immer überlegener und nachfolgende Tore liegen förmlich in der Luft. Als Theo Klöckner nach einer hohen Hereingabe von Kalla Mozin in der 65.Minute zum 3:0 einköpft, fängt auf den Rängen unter den mitgereisten ETB-Anhängern die Feststimmung an. Der Schlager „Theo,Theo“ schallt von den Essener Schlachtenbummlern durch das schmucke Aue-Stadion. Die Neunkirchener versuchen zu reklamieren, denn ein Linienrichter hatte eine Abseitsstellung angezeigt. Aber es bleibt dabei: Der ETB führt mit 3:0. Mit der Sicherheit einer sicheren Führung beginnen die Schwarz-Weißen nun mit dem Ball zu zaubern und mit ihren technischen Trümpfen die Neunkirchener zu entnerven und zu demoralisieren. Abwehrspieler Heinz Ingenbold: „In den letzten 10 Minuten haben wir uns sogar die Frechheit erlauben können, es nur mit dem linken Fuß zu versuchen.“ Trainer Hans Wendlandt´s Team beginnt nun seine technischen Fähigkeiten auszuspielen und legt noch einmal nach durch den pfeilschnellen „Schotte“ Horst Trimhold. Der 18jährige Trimhold hat nach der 7. Essener Ecke (Gesamt-Eckenverhältnis 10:8 für Neunkirchen) den Ball wie ein Routinier zum 4:0 hoch ins Eck gezirkelt. Jeder rechnet jetzt mit einem zweistelligen Ergebnis, zumal Neunkirchens Verteidiger Lauck schon seit dem zweiten Tor verletzt in den Sturm gehumpelt war und Mittelstürmer Ernser seinen Platz in der Deckung übernahm. Schließlich kommt der Auftritt des Spielmachers und Filigrantechnikers Hubert Schieth. Schieth, der alle Fäden in der Hand hat, köpft eine Musterflanke des leichtfüßig dribbelnden und genau flankenden Hennes Küppers in der 85. Minute zum 5:0 ein. In der Euphorie des sicheren Sieges beschließen die Spieler bis zum Schlusspfiff nur mit links zu spielen. Als den Neunkirchnern trotzdem kein Tor gelingt, begnügt man begnügt sich, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Prompt kassiert das Team in den letzten Minuten des Spiels noch zwei Gegentreffer durch die Neunkirchener Ernser und Dörrenbächer. Zuerst versuchte die Essener Abwehr ihren Schabernack mit Neunkirchens Ringel. Es folgte ein Missverständnis mit dem herbeigeeilten Hermann Merchel und als Ringel sich die Torecke aussuchen wollte, griff Merchel in seine Beine. Ernser verwandelte zum 5:1. Merchel hatte seinen Ärger darüber noch nicht ganz hinunter geschluckt, da wehrte er einen von Läufer Harig geschossenen Flankenball so lasch ab, dass Dörrenbacher nur zum 5:2 einschießen brauchte. 

Dies trübt jedoch nicht die gute Stimmung nach dem Abpfiff. Noch einmal dröhnen die Essener Schlachtgesänge durch das Aue-Stadion, als DFB-Spielausschussvorsitzender Hans Körfer „Ede“ Kasperski den Pokal überreicht. Dem hartgesottenen Ede, immerhin fast 250 Oberliga-Spiele für Dortmund und den ETB auf dem Buckel, standen laut Augenzeugen dabei die Tränen in den Augen. Ohne Zweifel ein Höhepunkt in der Karriere dieses ausgezeichneten Ausnahme-Fussballers. Nachdem der Mannschaft der Pokal übergeben wurde, läuft die Mannschaft mit dem Pokal zum Block der Essener Schlachtenbummler und feiert gemeinsam mit ihnen. Der Rückweg der ETB-Fans vom Aue-Stadion über die Frankfurter Straße zur Kasseler Innenstadt und dann zum Hauptbahnhof wird zum Festzug. Immer wieder erschallt das Lied „So ein Tag, so wunderschön wie heute, so ein Tag, der dürfte nie vergeh´n“. Inzwischen hat man auch in Essen das Unfassbare begriffen und Vereinswirt Heinrich Geitz fürchtet um sein Mobiliar. Einige Stunden später treffen Fans und Mannschaft wieder in Essen ein, und die Feier geht erst richtig los. Alle, die dabei waren, zehren noch heute davon. Dieses großartige Ereignis sollte uns Mut und Kraft geben, den Verein wieder aus seinem jetzigen Dornröschen-Schlaf zu wecken. Liest man die heutigen Fußballgazetten, so wird einem von den Millionenbeträgen schwindelig. Haben die damaligen ETB-Spieler vom Pokalsieg profitiert?

Nun, jeder Spieler hat für den Pokalsieg eine Prämie von 500 DM bekommen.

 

DFB-Pokalfinale am 27.12.1959 in Kassel (Aue-Stadion):

(Anmerkung: Der 27.12.1959, also drei Tage nach Weihnachten, war damals in ganz Deutschland in allen Ligen ein Spieltag)

Zuschauer: 21.000

Ergebnis: ETB SW Essen – Borussia Neunkirchen 5:2

 

SW Essen:

Torwart: Hermann Merchel (Geb.22.2.1937, vorher Wattenscheid 09 II)

Rechter Verteidiger: Kalla Mozin (Geb.27.9.1934, vorher Essen-West 81)

Linker Verteidiger: Gert Pips (Geb.28.3.1939, vorher ETB-Jugend)

Rechter Läufer: Heinz Steinmann(Geb.1.2.1938,vorher BV Steele 03/ ETB–Jugend)

Mittelläufer: Ede Kasperski (Geb.13.12.1923, vorher BV Brambauer, Bor.Dortmund)

Linker Läufer: Heinz Ingenbold (Geb. 4.6.1937, vorher Sterkrade 06/07)

Rechtsaußen: Horst Trimhold (Geb. 4.2.1941, vorher eigene Jugend)

Halbrechts: Hubert Schieth (Geb.26.1.1927, vorher SV Rödelheim, Eintr. Frankfurt)

Mittelstürmer: Manfred Rummel (Geb.22.7.1938, vorher FSV Kettwig)

Halblinks: Hannes Küppers (Geb.24.12.1938, vorher eigene Jugend)

Linksaußen: Theo Klöckner (Geb.19.10.1934, vorher VfB Speldorf)

 

Borussia Neunkirchen: Jirasek – Frisch, Schreier – Leist, Lauck, Harig – Follmann, Meurer, Ernser, Dörrenbächer, Ringel

 

Torschützen:

ETB: Trimhold, Schieth, Rummel (2), Klöckner

Neunkirchen: Ernser, Dörrenbächer

 

(AS)

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Der ETB wünscht frohe Weihnachten

veröffentlicht am 22.12.2020

Der ETB Schwarz-Weiß Essen Abt. Fußball e.V. wünscht allen Mitgliedern, Anhängern, Freunden, Sponsoren, Helfern und Kritikern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest! 

Wir möchten uns ganz herzlich für Eure Unterstützung in diesem für uns alle schwierigen Jahr bedanken und hoffen, dass Ihr ALLE gut ins neue Jahr kommt. Wir wünschen Euch und Euren Familien nur das Allerbeste für 2021! 

Bitte bleibt gesund und hoffentlich bis bald!

(AS)

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Interview mit ETB-Coach Ralf vom Dorp

veröffentlicht am 17.12.2020

Das „merkwürdige“ Jahr 2020 neigt sich dem Ende entgegen. Zeit für uns, noch mal ein ausführliches Gespräch mit unserem Trainer Ralf vom Dorp - mit einem Blick zurück und natürlich auch nach vorn - zu führen. Das Interview führte Axel Schulten. 

ETB: Wie bist Du persönlich bisher durch die Corona-Pandemie gekommen?

RvD: Bis jetzt bin ich gesund durch die Pandemie gekommen. Das ist natürlich erstmal das Wichtigste! Aber insgesamt gesamt gesehen ist es schon eine schwierige Zeit, weil man doch ein anderes Leben gewöhnt ist!           

ETB: Seit dem 1:0-Sieg gegen den FC Kray Ende Oktober ruht der Trainings- und Spielbetrieb für den ETB. Wie nutzt Du die zusätzliche Freizeit?

RvD: Ja, der Fußball fehlt natürlich! Ich habe unsere Spiele nochmal aufgearbeitet und auch für meine eigene Fitness einiges getan. Darüber hinaus kann man auch mal Dinge zu Hause oder privat erledigen, die sonst schon ein wenig für den Fußball auf der Strecke bleiben. Und ansonsten bleibt ja noch extrem Couching. (lacht) 

ETB: Niemand weiß, wann es wieder weitergehen darf. Wie halten sich Deine Spieler fit? Bekommen sie individuelle Trainingspläne?

RvD: Die Spieler werden von mir wöchentlich mit Laufplänen versorgt. Auch an der Athletik und Verletzungsprävention wird weitergearbeitet. Die Vorgaben sind über eine App gesteuert. Da die Spieler mir die Ergebnisse übermitteln, kann ich sagen, dass alle ausnahmslos gut mitziehen! 

ETB: Wann glaubst Du, dürfen die Amateurclubs wieder das Training aufnehmen? 

RvD: Das ist schwierig einzuschätzen. Ich befürchte nicht vor Ende Januar/Anfang Februar. 

ETB: In der Oberliga Niederrhein stehen für den ETB eigentlich 44 Spieltage an. Denkst Du, dass die komplette Saison gespielt werden kann, zumal einige Vereine bisher erst sieben Partien absolviert haben, oder wird es eine andere Regelung geben? 

RvD: Ich gehe nicht mehr von einer kompletten Saison aus. Die Hinrunde bzw. die Hälfte aller Spiele der Oberliga zu erreichen scheint mir noch realistisch. Dann kann die Saison auch gewertet werden.

ETB: Die Regionalliga West führt ihren Spielbetrieb fort. Wie findest Du diese Entscheidung?  

RvD: Die Regionalliga ist als Profiliga eingestuft worden und somit darf sie spielen. Da mittlerweile ja auch dort regelmäßig Coronatests stattfinden, sollte man es so auch akzeptieren.

ETB: Dein neuformiertes Team hat aus elf Spielen 14 Punkte geholt. Bist Du mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden? 

RvD: Insgesamt gesehen ist es zufriedenstellend, wobei wir aber auch den ein oder anderen Punkt haben liegen lassen.  Die Punktverluste resultierten vor allem durch Unkonzentriertheiten und individuelle Fehler in den letzten Minuten der Spiele. Aber die letzten beiden Partien, die wir auch erfreulicherweise ohne Gegentore gewonnen haben, zeigten dann doch den erhofften Lerneffekt. Insgesamt gesehen ist die Mannschaft auf einem guten Weg. Wir sind in der Liga absolut konkurrenzfähig!

ETB: Was kann man von Deiner Mannschaft erwarten, wenn die Saison wieder weitergeführt werden darf?

RvD: Entscheidend wird sicherlich sein, wie wir die lange fußballerische Pause verkraften. Dies bezieht sich insbesondere darauf, dass uns das, was wir uns als neuformierte Mannschaft inhaltlich erarbeitet haben, nicht zu sehr abhandengekommen ist. Eine kurze Auffrischung sollte dann reichen. Sollten wir an die letzten Spiele vor der Pause anknüpfen können, ist eine Verbesserung um ein paar Tabellenplätze sicherlich im Bereich des Möglichen. 

ETB: Welche Hoffnungen und Wünsche hast Du für das Jahr 2021? 

RvD: Dass wir im Laufe des Jahres die Corona-Pandemie in den Griff bekommen oder besser noch, dass sie dann Geschichte Ist! Ich wünsche allen schöne Weihnachten und einen guten Rutsch in ein besseres Jahr 2021! Bleibt alle Gesund!!! Auf ein baldiges Wiedersehen am Uhlenkrug!

ETB: Wir danken Dir ganz herzlich für dieses Interview, Ralf. Wir wünschen Dir und Deiner Familie ein wunderschönes Weihnachtsfest und hoffen, dass Ihr gut ins neue Jahr kommt. Wir freuen uns schon sehr auf das Wiedersehen am Uhlenkrug im Jahr 2021!

(AS)

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Gespräch mit Willi „Ente“ Lippens

veröffentlicht am 05.12.2020

Wir freuen uns sehr, dass sich Willi Lippens, eine der Kultfiguren des Essener Fußballs dazu bereit erklärt hat, uns „Schwatten“ ein Interview zu geben. „Ente“ Lippens kann auf 242 Bundesligaspiele zurückschauen, in denen ihm 92 Tore für Rot-Weiss Essen und Borussia Dortmund gelangen. Aufgrund der Corona-Pamdemie konnte leider kein persönliches Treffen stattfinden, aber auch so nahm sich der mittlerweile 75-Jährige viel Zeit für unsere Fragen. Das Interview führte Rolf Landes.

ETB: „Hallo Herr Lippens, die gesamte ETB-Familie gratuliert Ihnen nachträglich ganz herzlich zu Ihrem 75. Geburtstag am 10.11. und wünscht Ihnen vor allem Gesundheit und bald auch wieder frohe Stunden mit Freunden und alten Weggefährten. „Dank“ Corona musste eine große Feier ausfallen, wird die nachgeholt und wie haben Sie gefeiert?“

W.L.: „Danke für die Glückwünsche, 75 ist ja doch eine besondere Zahl. Wir haben im Familienkreis gefeiert. Ob eine große Feier folgen wird hängt davon ab, wie lange es dauert, bis das Risiko es zulässt.“

ETB: „Ihr Geburtsort ist Bedburg-Hau am Niederrhein. Ihre Mutter war Deutsche, Ihr Vater Niederländer. Was hatte ihn nach Deutschland verschlagen?“

W.L.: „Und ewig lockt das Weib, er hat seine Frau kennengelernt und ist dadurch in Deutschland gelandet.“

ETB: „Reden wir über Fußball. Wie beurteilen Sie die Entscheidung, dass die Regionalliga West im Gegensatz zu den anderen Ligen ihren Spielbetrieb fortsetzt?“

W.L.: „Das möchte ich mit einem Fragezeichen versehen, ich finde das nicht ganz in Ordnung. Man hätte sich an den anderen Regionalligen orientieren sollen.“

ETB: „Von einigen Seiten wird die Behauptung aufgestellt, dass auf Rot-Weiss Essen schwere Zeiten zukommen, wenn in dieser Saison der Aufstieg nicht gelingt. Wie sehen Sie die Situation?

W.L.: „Das hört man schon lange und RWE versucht ja seit Jahren aufzusteigen. Natürlich werden die Sponsoren ungeduldig. Es ist allerdings traurig, dass die in Essen ansässigen großen Konzerne sich lieber in der Bundesliga engagieren. Aber es ist einfacher, im Erfolg mit zu schwimmen wie beispielsweise bei Bayern oder beim BVB. Aber diese Firmen sind in Essen zu Hause und ich kann nur appellieren, wenn auch in kleinerem Rahmen, RWE und den ETB zu unterstützen, denn das sind die beiden Vereine, die deutschlandweit bekannt sind.“

ETB: „Sie haben 1971 ein Länderspiel für die Niederlande bestritten, wurden aber von den Mannschaftskollegen teilweise geschnitten und mussten sich von Rinus Michels und Willem von Hanegem dumme Bemerkungen anhören. Wären Sie einer zweiten Berufung gefolgt?“

W.L.: „Mein Vater wollte, dass ich für sein Heimatland spiele, später hat er eingesehen, dass das vielleicht doch ein Fehler war. Vor einer zweiten Berufung hätte ich allerdings auf einer Aussprache bestanden.  Ich hatte damals auch Kontakt zu Helmut Schön und im Nachhinein muss ich sagen, dass ich 1974 im WM-Endspiel lieber für Deutschland gespielt hätte, obwohl die Niederländer uns in der zweiten Halbzeit gewaltig eingeheizt haben.“

ETB: „Ihre Sprüche sind auch heute noch in aller Munde, nicht umsonst trägt Ihr Lokal in Bottrop den Namen „Ich danke Sie“. Mein Lieblingsspruch ist allerdings: „Wenn Du den Ball haben willst, musst Du einen von zu Hause mitbringen.“ Wem galt der Spruch?“

W.L.: „Berti Vogts, gegen den ich am liebsten gespielt habe. Ich musste nur mein Hinterteil etwas rausstrecken und schon trommelte er gegen meine Waden. Kleine Gegenspieler waren mir die Liebsten.“

ETB: „Ihr Lieblingsgegenspieler war also Berti Vogts, haben Sie heute noch Kontakt und wie ist das Verhältnis zu ihm. Und mit welchen ehemaligen Weggefährten pflegen Sie engere Beziehungen?“

W.L.: „Wir sehen uns, wenn wir mal irgendwo eingeladen werden. Wenn er mich entdeckt, stottert er immer noch. Ich habe noch einen engen Kontakt zu meinem ehemaligen RWE-Mitspieler Hansi Dörre, der jetzt in der Nähe von Siegburg wohnt. Wir telefonieren häufig und treffen uns auch.“

ETB: „Sie haben 1979 in Dallas, Texas 29 Spiele bestritten. Wie groß war damals die Umstellung vom deutschen zum amerikanischen Fußball und dem ganzen Drumherum?“

W.L.: „Das war eine andere Welt. Es war der Anfang des organisierten Fußballbetriebs in Amerika unter dem Dach der UEFA. Es war Dallas in Texas und dementsprechend war es auch. Wir hatten acht Nationalitäten in der Mannschaft, bei Besprechungen standen vier Dolmetscher dabei. Aber diese Zeit hat mich geformt, es war eine schöne Erfahrung.“

ETB: „Natürlich muss ich Sie auch zum ETB befragen. Haben Sie gegen uns gespielt, verfolgen Sie unseren Werdegang und besuchen Sie eventuell auch Spiele im Uhlenkrug?“

W.L.: „Ich habe oft gegen den ETB gespielt, damals waren wir ja noch in einer Klasse. Mein Gegenspieler war Kalla Mozin. Ihr hattet schon eine gute Truppe damals, angefangen mit Melches im Tor. Ich war beim ETB zum Probetraining bevor ich zu RWE wechselte, aber euer damaliger Trainer wollte mich nicht, er meinte: „Der läuft so komisch“. Natürlich verfolge ich den ETB in der Presse, leider bin ich zu selten am Uhlenkrug, das letzte Mal war vor drei Jahren beim Spiel ETB – RWE, wo wir uns ja auch trafen.“

ETB: „Zum Abschluss müssen wir noch das aktuelle Geschehen ansprechen. Spanien – Deutschland 6:0!!! Uns interessiert Ihre Analyse der Begegnung, ist Löw noch der richtige Mann oder sollte beispielsweise Ralf Rangnick den Posten übernehmen und ist es nicht sinnvoll, Boateng, Hummels und Müller zurück zu holen?“

W.L.: „Löw hat das Problem wie alle Trainer, die schon lange im Amt sind. Mit der Zeit geht der Respekt verloren und das muss ein Trainer einsehen. Die Zeiten, wo ein Trainer wie seinerzeit Otto Rehhagel 14 Jahre in Bremen in Amt und Würden war, sind vorbei. Sein damaliger Präsident Böhmert soll ja sogar geäußert haben, dass sich der Vertrag automatisch um zwei Jahre verlängert, sobald Kritik am Trainer laut wird. Zu den drei ausgemusterten Spielern folgendes: Ich würde sie sofort zurückholen.“

ETB: „Danke für das ausführliche Gespräch, Herr Lippens. Passen Sie auf sich und Ihre Familie auf, bleiben sie gesund, dann werden wir uns in Bottrop wiedersehen, sobald das möglich ist.“

(AS)

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Interview mit S04-Legende Klaus Fischer

veröffentlicht am 05.11.2020

Wir freuen uns sehr, dass sich der frühere Schalker Kultstürmer Klaus Fischer dazu bereit erklärt hat, dem ETB ein Interview zu geben. Der 45-malige Nationalspieler (32 Länderspieltore) kommt auf 535 Bundesligaspiele (für TSV 1860 München, FC Schalke 04, 1. FC Köln und VfL Bochum), in denen er 268 Tore erzielt hat. In der ewigen Torschützenliste der Bundesliga liegt er damit auf dem zweiten Platz hinter Gerd Müller. Aufgrund von Corona konnte leider kein persönliches Treffen stattfinden, aber auch so nahm sich der mittlerweile 70-Jährige viel Zeit für unsere Fragen. Das Interview führte Rolf Landes. 

ETB: „Hallo Herr Fischer, danke, dass Sie sich für dieses Gespräch zur Verfügung stellen. Welche Begrüßung ist Ihnen lieber: „Guten Tag“ oder „Grüß Gott“?

K.F.: „(lacht) Da bin ich zweigeteilt, in Bayern sage ich Grüß Gott, hier Guten Tag.“

ETB: „Sie wohnen mit Ihrer Familie in Gelsenkirchen, hat es Sie nie in Ihre bayerische Heimat zurück gezogen?“

K.F.: „Nein, denn ich habe damals in Schalke meine spätere Frau kennengelernt, unsere Kinder sind hier geboren, Schalke ist mein Verein geworden. Ich habe zwar in meiner Heimat bei Zwiesel ein Haus gebaut, aber dort wohnt jetzt meine Schwägerin.“

ETB: „Was gefällt Ihnen am Ruhrgebiet und speziell an Gelsenkirchen?“

K.F.: „Mir gefallen die Menschen hier, man ist schnell einer von ihnen. Da sind die Bayern doch reservierter, hier ist man nicht der Herr Fischer sondern gleich der Klaus.“

ETB: „Kürzlich erfolgte Ihre Aufnahme in die Hall of Fame des Deutschen Fußballmuseums, wozu wir Ihnen herzlich gratulieren. Was bedeutet Ihnen diese Ehrung?“

K.F.: „Sie bedeutet mir schon sehr viel. Man muss sich immer vor Augen halten, wo man herkommt und man sollte bodenständig bleiben. Ich bin bis heute der einzige Nationalspieler, der aus dem bayerischen Wald kommt, in Zwiesel sind alle stolz auf mich.“

ETB: „ETB Schwarz-Weiß Essen, was fällt Ihnen spontan zu unserem Verein ein?“

K.F.: „Mir fallen viele Namen von Spielern ein, Oliver Bierhoff, Jens Lehmann, Uwe Reinders, „Ata“ Lamek, um nur einige zu nennen. Es schaffen nur wenige wie Oliver, sich in Mailand durchzusetzen und Torschützenkönig der italienischen Liga zu werden. Jens habe ich während meiner Zeit als Co-Trainer von Schalke unter meinen Fittichen gehabt, damals gab es noch keine Torwarttrainer. Jens war im positiven Sinne ein Verrückter, er wollte immer noch ein Extratraining. Rot-Weiss und Schwarz-Weiß waren seinerzeit auf Augenhöhe und hatten einen guten Namen.“

ETB: „Kennen Sie unser altehrwürdiges Stadion Uhlenkrug oder haben Sie möglicherweise schon auf unserem Rasen gespielt?“

K.F.: „Gespielt leider nicht, aber ich war als Trainer der Schalker U 23 im Stadion, frag mich bitte nicht, wie das Spiel ausgegangen ist.“

ETB: „Herr Fischer, in Ihrer langen und erfolgreichen Profilaufbahn hatten Sie für 1860 München, Schalke 04, den 1.FC Köln und VfL Bochum 535 Einsätze und haben dabei 268 Tore erzielt. Damit stehen Sie in der ewigen Torschützenliste an 2. Stelle hinter Gerd Müller. Mit welchen Mitspielern harmonierten Sie besonders gut?“

K.F.: „Damals gab es Mittelstürmer wie Uwe Seeler, Horst Hrubesch und auch mich. Wir profitierten von guten Flügelspielern, die uns mit Flanken fütterten. Hier möchte stellvertretend für viele „Stan“ Libuda, Erwin Kremers und Rüdiger Abramczik nennen. Später spielte man ein geändertes System mit nur noch zwei Spitzen und da klappte es mit Klaus Allofs und Kalle Rummenigge sehr gut. Eigentlich hatte ich in allen Vereinen immer sehr gute Mitspieler.“

ETB: „Ihre Trainerlaufbahn hat nie richtig Fahrt aufgenommen. Worin sehen Sie die Ursache?“

K.F.: „Ich habe nach meinem Karriereende meine Ausbildung zum Fußballlehrer absolviert. Ich war als Trainer der Amateure der einzige Bundesligaverein in der höchsten Klasse. Zweimal habe ich die Schalker vorm Abstieg gerettet, als ich kurz vor Saisonende sowohl den geschassten Peter Neururer, als auch Aleksander Ristic abgelöst habe. Danach habe ich beim damaligen Präsidenten Eichberg einen neuen Vertrag für die Bundesliga unterschrieben, eine Woche später teilte er mir mit, dass man Udo Lattek verpflichtet habe. Darauf habe ich mich zurückgezogen und eine Fußballschule gegründet.“

ETB: „In der Nationalmannschaft haben Sie in 45 Spielen 32 Tore erzielt. Gibt es Begegnungen und Ereignisse, die Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben sind?“

K.F.: „Da ist erstmal das erste Spiel in Köln gegen Nordirland, wo ich bei unserem 5:1 Erfolg zwei Tore beigesteuert habe. Es gibt viele schöne Erinnerungen, an dieser Stelle nur noch zwei: Ein Spiel im Maracana-Stadion vor 160.000 Zuschauern und die WM 1982.“

ETB: „Ich kann Ihnen das Thema Schalke 04 leider nicht ersparen. Was müsste geschehen, um die Zukunft erfolgreicher zu gestalten?“

K.F.: „Es sind viele Fehler gemacht worden. Heidel und auch andere haben Spieler geholt, die nicht gepasst haben. Gute Spieler wurden verkauft oder sogar ablösefrei abgegeben. Meiner Meinung nach sind zu viele Ausländer im Aufgebot, wir brauchen Spieler mit deutscher Mentalität, die 90 Minuten Gas geben. Das erwartet das Schalker Publikum und dann verzeiht es auch eine Niederlage. Schalke ist ein besonderer Verein und sollte vielleicht öfter zu den Bayern schauen, die haben viele ehemalige Spieler auch nach ihrer Karriere an den Verein gebunden.“

ETB: „Welche Funktion bekleiden Sie im Moment bei S04?“

K.F.: „Ich bin einer der Botschafter, wir besuchen z.B. bundesweit unsere Fanclubs und halten zu ihnen Kontakt. In der jetzigen Corona-Zeit fällt das leider flach.“

ETB: „Glauben Sie, dass die Corona-Pandemie Auswirkungen auf zukünftige Gehälter und Ablösesummen haben wird?“

K.F.: „Ich glaube daran und hoffe es. Bei Zahlen in diesen Dimensionen können viele Vereine nicht überleben. Das Problem begann aber bereits mit dem Bosmann-Urteil. Früher gab es bei einem Vereinswechsel grundsätzlich eine Ablösesumme. Heute bestimmen die Spieler teilweise ihr Gehalt oder kassieren richtig ab, wenn sie ablösefrei wechseln können, aber am schlimmsten sind die Spielerberater. Schauen Sie sich nur das Theater um David Alaba an, wo der FC Bayern völlig richtig gehandelt hat.“

ETB: „Herr Fischer, herzlichen Dank für dieses interessante Gespräch und wir holen das kurz vor dem Lockdown geplante Treffen sicher nach, sobald sich die Gelegenheit ergibt. Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!“

(Fotos: Schalke 04)

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ETB-Saisonverlauf 2020/21 – ein kurzes Resümee unserer Teams

veröffentlicht am 04.11.2020
In der zurzeit ruhenden Saison 2020/21 hat insbesondere unsere Nachwuchsabteilung nur wenige Meisterschaftsspiele austragen können. Dennoch möchten wir an dieser Stelle ein kurzes - aber durchaus positives - Fazit des bisherigen Saisonverlaufs ziehen. Für unsere beiden Seniorenmannschaften hätte es mit etwas mehr Glück besser laufen können, aber unsere Nachwuchsteams zeigten ausnahmslos starke Leistungen und waren bisher sehr erfolgreich!
1. Mannschaft: Unser Oberligateam legte einen tollen Saisonstart hin und hatte nach drei Spieltagen bereits sieben Zähler auf dem Konto. Danach hatte die Mannschaft von Trainer Ralf vom Dorp mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen und konnte in den nächsten sechs Partien keinen Dreier mehr landen. In den letzten beiden Spielen lief es aber wieder rund und es konnten zwei wichtige Siege – unter anderem mit 1:0 im Derby gegen den FC Kray – gelandet werden. Nach elf Spielen liegt unser Team mit 14 Punkten auf dem 9. Tabellenplatz in der Oberliga Niederrhein. Mit etwas mehr Spielglück wäre auch eine deutlich höhere Punktzahl drin gewesen.
2. Mannschaft: Die neugegründete 2. Mannschaft gewann die ersten vier Partien in der Kreisliga C und sorgte somit für einen Traumstart in die Saison. Danach hatte das Team von Christian Koßmann aber immer wieder personelle Probleme und es gelang nur noch ein Sieg aus den folgenden sechs Spielen. 17 Punkte holte unsere „Zwote“ aus den absolvierten zehn Meisterschaftsspielen, was unterm Strich den 6. Platz in der Tabelle ausmacht. Der Abstand zu einem Aufstiegsplatz beträgt allerdings schon neun Zähler.
U19: U19-Coach Hakan Yalcinkaya musste mit seinen Jungs erst mal in der Qualifikation zur Niederrheinliga ran. Diese Hürde übersprang sein Team aber relativ locker und konnte beide Spiele gewinnen. Die beiden bisher ausgetragenen Spieltage in der Niederrheinliga liefen dann blendend für unsere A-Jugend. Nach zwei Siegen gegen den FSV Duisburg (4:2) und bei Arminia Klosterhardt (4:1) grüßt unsere U19 nun von der Tabellenspitze! So kann es natürlich gerne weitergehen.
U17: Unsere U17 schaffte in der letzten Saison die direkte Qualifikation für die Niederrheinliga. In der laufenden Saison durfte die Mannschaft von Trainer Dennis Czayka aber bisher nur ein einziges Spiel austragen. Diese Partie wurde gegen den Stadtrivalen SG Essen-Schönebeck deutlich mit 4:0 gewonnen.
U16: Für unsere U16 sollte es eigentlich am Sonntag in der Leistungsklasse mit einem Heimspiel gegen DJK SG Altenessen losgehen. Das Meisterschaftsspiel kann natürlich nicht stattfinden und somit muss sich die Mannschaft von Trainer Marcel Schäfer weiterhin in Geduld üben.
U15: Die U15 musste auch in die Qualifikation zur Niederrheinliga und machte es dort richtig spannend. Nach einem Sieg und einem Unentschieden reichte es nur zum zweiten Platz in der Dreiergruppe und somit musste das Team von Coach Arnd Drizinsky ein Entscheidungsspiel austragen. Die entscheidende Partie gegen ESG 99/06 war dann aber eine klare Angelegenheit und wurde haushoch mit 7:1 für uns entschieden. In der Meisterschaft konnte unsere U15 bisher leider noch kein Spiel austragen.
U14: Auch unsere U14 konnte bisher erst ein Meisterschaftsspiel bestreiten. Die Auftaktpartie in der Leistungsklasse beim FC Stoppenberg konnte die von Noureddin Salili trainierte U14 mit 2:1 siegreich gestalten.
U13: Unsere U13 spielt in der Leistungsklasse der D-Junioren und konnte dort immerhin schon vier Partien absolvieren. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Keil konnte alle vier Meisterschaftsspiele für sich entscheiden und hat mit 15:1 ein hervorragendes Torverhältnis vorzuweisen.
U12: Die Mannschaft mit der sauberen Weste im Torverhältnis ist aber unsere U12. Das Team von Coach Max Wienholt durfte bisher vier Spiele austragen und holte dabei drei Siege und ein Unentschieden. Das Torverhältnis von 32:0 darf man getrost als sensationell bezeichnen.
U11: Ganz souverän hat sich bisher auch der Auftritt unserer U11 gestaltet. Björn Matzel übernahm im Sommer das Team und konnte mit seiner Mannschaft alle fünf Meisterschaftsspiele gewinnen. Fünf überaus deutliche Siege sorgten für die Maximalausbeute von 15 Punkten und ein unglaubliches Torverhältnis von 49:7!
U10: Unsere U10 wird von Maximilian Klink trainiert. Er absolvierte mit seinem Team bisher vier Spiele. Dreimal konnte sich seine Mannschaft mit einem Sieg durchsetzen und einmal musste sie das Feld als Verlierer verlassen. Bei einem Torverhältnis von 35:8 sorgten auch sie für durchaus torreiche Begegnungen.
U9: Unsere jüngste Mannschaft ist die U9. Trainiert werden die F-Junioren von ETB-Urgestein Martin Annen, der mittlerweile seit unglaublichen 41 Jahren beim ETB als Trainer tätig ist!
(AS)
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Bleibt gesund!

veröffentlicht am 02.11.2020

Liebe ETB-Mitglieder, Anhänger, Freunde, Sponsoren und Helfer,

der gesamte Spielbetrieb im Fußballverband Niederrhein wird aufgrund der aktuellen Verfügung ab heute – bis vorerst Ende November - ruhen. Die Sportanlagen bleiben in dieser Zeit geschlossen. Spiele und Training werden für unsere Mannschaften dann vorerst nicht möglich sein.

Wir hoffen, dass Ihr ALLE gesund durch diese schwierige Zeit kommt. Falls Corona doch jemanden von Euch erwischen sollte, wünschen wir demjenigen einen möglichst milden Verlauf und eine schnelle Gesundung.

Wir hoffen natürlich sehr, dass es im Dezember wieder weitergehen darf. Alle Neuigkeiten erfahrt Ihr hier auf unserer Homepage und bei Facebook unter: https://www.facebook.com/ETBSWEssen


Passt bitte gut auf Euch und Eure Mitmenschen auf!

Schwarz-Weiße Grüße und hoffentlich bis bald

Eure ETB-Fußballabteilung

(AS)

 

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Pokalspiel zwischen RuWa Dellwig und dem ETB wird verlegt

veröffentlicht am 28.10.2020
Das für Samstag angesetzte Niederrheinpokal-Spiel zwischen RuWa Dellwig und dem ETB Schwarz-Weiß Essen kann nicht stattfinden und wird verlegt. Ein Nachholtermin für die Erstrundenpartie steht noch nicht fest und wird frühzeitig bekanntgegeben.
(AS)
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